Perfektion bei hochbegabten Kindern

Perfektion bei hochbegabten Kindern

Perfektion bei hochbegabten Kindern ist nicht selten. Nur von Vorteil ist dieses Streben, immer alles perfekt zu machen und sofort zu können nicht immer. Meistens empfinde ich diesen Wunsch nach Perfektion eher als störend. Meine Tochter blockiert sich damit oft selbst. Denn mit den hohen Ansprüchen an das eigene Können, fehlen oftmals auch Erfolgserlebnisse. Denn selten ist sie zufrieden mit dem, was sie macht.

Perfektion bei hochbegabten Kindern – Wenn etwas nicht klappt

Üben wird von diesen Kindern, die immer alles am besten können wollen, oftmals als Schwäche empfunden. Üben müssen bedeutet für sie, etwas nicht zu können. Das ist schlecht in ihren Augen. Daher passiert es, jedenfalls bei uns zuhause, sehr oft, dass das Instrument beim ersten falschen oder nicht ganz perfekten Ton, schlichtweg an die Wand fliegt. „Ich spiele nie mehr“, hört man dann. Zuspruch, Hilfe beim Üben oder ähnliche Ideen sind zwecklos. Da bleibt nur, das Üben abzubrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt mit besserer Laune noch mal zu probieren und zu hoffen, dass es dieses Mal von Anfang an besser klappt. Ähnlich ist es bei den Hausaufgaben. Von Tests, die in der Schule geschrieben werden, brauche ich hier gar nicht erst anfangen. Einzige akzeptable Note: 1. Alles andere ist schlecht und dann lässt man es lieber gleich… Puhhh

Perfektion bei hochbegabten Kinder – Was kann man tun?

Ehrlich gesagt, habe ich schon viel ausprobiert und wirklich geholfen hat nichts. Pausen einlegen, wenn es gerade einfach nicht weitergeht, ist noch das Beste. Auch viel Loben kann helfen. Hier muss man meiner Meinung nach aber aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Schließlich muss schon der Sinn für die Realität bewahrt bleiben. Letztendlich sagen mir einige Eltern von älteren Hochbegabten Kindern, dass dieser Perfektionsanspruch mit der Zeit weniger wird und die Kinder von selbst lernen, dass es eben manchmal auch eine 2 oder gar eine 3 ist. In der Literatur findet man Infos darüber, dass ein zu hoher Perfektionsanspruch zu so genannten Underachievement führen kann. D.h. dass das hochbegabte Kind permanent eine viel schlechtere Leistung erbringt als es eigentlich könnte. Der Grund ist schlichtweg Frustration – ob begründet oder nicht ist dabei egal. Daher ist meine Taktik vorerst: Dranbleiben, Loben, gut zureden.

vor 2 Jahren